Aus dem Schreiben "Amoris laertitia" von P. Franziskus

Nach der lateinischen Tradition der Kirche sind der Mann und die Frau, die heiraten, die Spender des Sakraments der Ehe. Indem sie ihren Konsens erklären und ihn in der körperlichen Hingabe zum Ausdruck bringen, empfangen sie eine große Gabe. Ihr Konsens und die Vereinigung ihrer Körper sind die Mittel des göttlichen Handelns, das sie ein Fleisch werden lässt. (Nr. 75)

Die Ehe ist das Bild der Liebe Gottes zu uns. Denn auch Gott ist Gemeinschaft: Die drei Personen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes leben seit jeher und für immer in vollkommener Einheit. Und eben das ist das Geheimnis der Ehe: Gott macht aus den beiden Eheleuten eine einzige Existenz. (Nr. 121)

Trauung


Lassen Sie mich gleich einmal sehr nüchtern beginnen: Nach mehr als 20 Ehejahren weiß ich, dass es nicht immer romantisch in einer Ehe zugeht und dass auch die Beziehung nicht nur Höhen, sondern auch einige Tiefen durchlebt. Dort, wo Liebe, gemeinsames Gespräch, Offenheit füreinander und Eingeständnis der eigenen Fehlerhaftigkeit vorherrschen, können aber auch diese Tiefen gemeinsam überstanden werden.

Das Sakrament der Ehe
Nicht die Trauung ist das Sakrament, sondern die Ehe selbst. Die Trauung ist sozusagen nur der Startschuss. Sakrament wird die Ehe deshalb genannt, weil die Liebe der Ehepartner die Liebe Gottes zur Welt vergegenwärtigt. So sagt ja auch P. Franzikus: "Die Ehe ist das Bild der Liebe Gottes." (siehe nebenstehender Text). Also: Zwei Menschen versprechen sich vor Gott, dass sie in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen werden, treu sein werden - wie auch Gott zu uns Menschen treu ist. Diese Treue drückt sich in der Ehe in vielfältiger Weise aus und geht bis hin zur Sexualität. Sie ist einer der höchsten Ausdrucksweisen der gegenseitigen Liebe.
Zu einer christlichen Ehe gehören einige Merkmale dazu: die unauflösliche Treue der Ehepartner, die Offenheit für Kinder und den christlichen Glauben (gemeinsam) zu leben. Diese Merkmale müssen ausdrücklich bejaht werden. Zudem spenden die Eheleute sich gegenseitig das Sakrament. Der anwesende Diakon oder Priester ist lediglich der Assistent der Brautleute.

Der Glaube
Das Sakrament ist Teil des christlichen Glaubens, kein Kulturgut. Dieser Glaube spricht auch davon, dass Gott die Liebe ist und aus dieser Liebe heraus, die Welt und den Menschen geschaffen hat. Als Mann und Frau hat er den Menschen geschaffen - unterschiedlich, aber gleich an Würde und Bedeutung. Wenn also beide Ehepartner diesen Glauben nicht annehmen oder angenommen haben, ist es auch nicht sinnvoll, eine christliche Trauung vorzunehmen. Lesen Sie einmal das christliche Glaubensbekenntnis durch und überlegen Sie einmal für sich, was davon Sie glauben können und was nicht. Gern bin ich bereit mit Ihnen darüber zu sprechen. Gemeinsam können wir Ihrem Glauben auf die Spur kommen.

Die Trauung
Es ist besonders wichtig, dass die Trauung ein schönes Fest wird, an dem auch die Familien teilhaben können. Es ist auch ein besonderer Tag, der entsprechend gewürdigt werden soll. Daher ist es wichtig, dass sich die Brautleute eigene Überlegungen zur Feier der Trauung anstellen und auch darin andere eingebunden werden. Darüber können wir gern sprechen. Einige Tipps dazu finden Sie unter dem Link "Tipps" auch auf dieser Homepage (siehe hier).

Im Laufe der Geschichte haben sich bei der Trauung einige Elemente eingeschlichen, die heute noch Bestand haben, aber weder zeitgemäß, noch mit dem christlichen Glauben vereinbar sind. Dazu einige Bemerkungen:


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