Mutter Teresas Gottesferne


Biographisch war Mutter Teresa von Kalkutta zunächst Mitglied des Loretoordens. 18 Jahre nach ihrem Eintritt erhielt sie aber ihre Berufung in der Berufung: Während einer Zugfahrt hatte sie ein mystisches Erlebnis, das ihr klar machte, dass sie auf die Straßen zu den Ärmsten der Armen und ihren dunklen Löchern gehen musste, in denen sie lebten. Zwei Jahre später wurde das Wirklichkeit. So legte sie den Grundstein ihres späteren Ordens der "Missionaries of Charity".


Dieses neue Leben brachte ihr zunächst nur Leiden. Sehnsüchtig wünschte sie sich wieder den Komfort ihres alten Klosters wieder, sodass sie von der „dunklen Nacht der Geburt der Gemeinschaft“ sprach. Seit sie aus dem Kloster weggegangen war, lebte sie in diesem Schmerz, in dieser Dunkelheit, "als ob alles tot wäre".


Diese Dunkelheit in ihr versuchte sie mit allen Mitteln zu verbergen: Ihr Gesicht zierte ein sanftmütiges Lächeln. Die Briefe, in denen sie sich geistlichen Begleitern anvertraute, wollte sie nicht veröffentlicht haben.


Mutter Teresa hat später verstanden, dass ihr Leiden, ihre Dunkelheit einerseits die Dunkelheit des Kreuzes war. Und andererseits die Dunkelheit der Löcher und der Armut jener, zu denen sie gesandt war. Sie ist in die Dunkelheit gegangen, um selbst in sich dunkel zu werden, damit sie darin den gekreuzigten Christus finden konnte.

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