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Friedhöfe

Friedhöfe haben ihre eigene Form von Spiritualität.
Gruppieren sich die Gräber um eine Kirche?
Befinden sich die Friedhöfe im Zentrum eines Ortes?
Oder findet man sie am Wegesrand?
Oder verortet man die Friedhöfe an die Ortsränder?

Die konkrete Verortung von Friedhöfen, aber auch deren Gestaltung sagt viel darüber aus, welches Verständnis vom Tod in einer Gesellschaft vorliegt:
Verdängen wir den Tod aus der Mitte unseres Leben?
Sind Gräber und Friedhöfe in Stein gemeiselte Monumente, die uns an die Auferstehung erinnern sollen oder die die Ewigkeit herstellen wollen?
Geht es um die Darstellung dessen, wer der Tote einmal war oder wer er einmal sein wird?
Bauen wir mit den Gräbern Erinnerungsstätten oder Stätten des gesellschaftlich akzeptierten Vergessens?

In Europa haben wir uns angewöhnt, Friedhöfe klar mit Mauern abzugrenzen. Damit wird deutlich markiert, dass es sich hier um einen besonderen Ort handelt: Ob diese Mauer das Verdrängen des Todes oder das Hervorheben eines heiligen Ortes verdeutlicht, hängt vom gesellschaftlichen Kontext ab. In jeden Fall wirft der Friedhof die Frage nach unserem eigenen Leben auf.
In anderen Kulturen - wie zum Beispiel in Ghana - gibt es diese Abgrenzung nicht, was deutlich macht: Der Verstorbene wird inmitten seiner Gemeinde beerdigt, weil er immer noch mitten in seiner Gemeinde lebt.

Zum Thema Tod, Sterben, Trauer und Klage kann ich Ihnen Unterstützung, Vorträge sowie Gottesdienste anbieten.

Zu dir, Herr, rief ich um Hilfe,
ich flehte meinen Herrn um Gnade an.
Was nützt dir mein Blut, wenn ich begraben bin?
Kann der Staub dich preisen, deine Treue verkünden?
(Psalm 30,9f.)