Symbole


Gottesdienste sind von Grund auf sehr symbolträchtig und symbolhaltig. Die Taufe zum Beispiel kennt viele Symbole - vom Übergießen mit Wasser, dem Anziehen des Taufkleides, dem Anzünden der Taufkerze, der Salbung mit Chrisamöl, bis zum Öffnen der Augen und Ohren. Auch bei der Eheschließung werden viele Symbole verwendet: Anlegen der Ringe oder Anzünden der Hochzeitskerze.
Darüber hinaus gibt es immer auch die Möglichkeit, selbst ein weiteres Symbol oder einen Heiligen bzw. Namenspatron in den Mittelpunkt zu stellen. Ein solches Symbol kann schon bei der Einladung, aber dann auch im Gottesdienst eine Rolle spielen; und natürlich auch bei der Feier im Anschluss an den Gottesdienst. Besondern bei (familiären) Segensfeiern empfiehlt es sich, Symbole oder symbolische Handlungen, die einen Bezug zum konkreten Anlass herstellen, zu entwickeln.

Zumeist versteht man unter einem Symbol einen bestimmten Gegenstand. Dies ist nicht falsch, aber verkürzt. Es sollte daran gedacht werden, dass ein solcher Gegenstand immer erst im Rahmen einer Handlung eine bestimmte Bedeutung erhält. Somit sollte auch für den Gottesdienst überlegt werden, welche zeichenhafte Handlung gesetzt werden könnte.
Ein Beispiel: Nicht ein Baum ist das Symbol, sondern das Aufkleben der Wunsch-Blätter auf das Bild eines Baumes, sodass dieser Baum für die Gemeinschaft, die Familie steht, aus der heraus die Wünsche für das Kind erwachsen.
Solche Handlungen können aber auch über die Feier hinausgehen: Zum Beispiel das Einsetzen von Samen in einen Blumentopf kann eine Zeichenhandlung innerhalb einer Taufe sein. Das Aufgehen der Samen und Wachsen der Pflanze ist dann ein Prozess, der weit über die Tauffeier selbst hinaus reicht.

Durch die Einbeziehung von solch individuellen Symbolen erhält der Gottesdienst neben dem kirchlichen auch einen familiären bzw. situativen Charakter.

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