Im vergangenen Jahr 2025 habe ich ein paar Bücher gelesen. Hier ein paar Dramen. Manche davon kann ich empfehlen.
Ich habe im vergangenen Jahr mehrere Dramen gelesen. Dabei auch zwei, die der Wiener Posse zuzuordnen sind: Ferdinand Raimund „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ sowie das bekannte Stück von Johann Nestroy „Einen Jux will er sich machen“. Also: Mit dem kann ich wirklich nichts anfangen. Das ist nicht mein Genre.
Dafür habe ich anderes gelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Und zufälligerweise geht es um sehr ähnliche Dinge.

Henrik Ibsen, Nora oder Ein Puppenheim (1879)
Die Hauptfigur ist Nora, die verheiratet ist und in engen Grenzen lebt. Am Ende bricht sie aus diesen Grenze völlig überraschend aus. Ibsen schrieb es als Reaktion auf zwei durchgefallene Gesetze zur Gleichberechtigung der Frauen in Norwegen.

Anders verläuft es im Drama von
Theodor Fontane, Irrungen, Wirrungen (1887)
Lene, ein Adoptivkind aus der Arbeiterklasse, lernt Baron Botho von Rienecker kennen, beide verlieben sich und führen eine innige Beziehung. Diese wird von Lene beendet mit dem Hinweis auf den Standesunterschied. Beide brechen aus den gesellschaftlichen Konventionen bis zum Ende nicht mehr aus.

Und ein ganz ähnliches Thema hat das Sück von
Ödön von Horvath, Geschichten aus dem Wiener Wald (1931)
Marianne verweigert sich von Anfang an, den gesellschaftlichen Konventionen zu folgen. Die bekommt ein Kind mit einem Hallodri, mit dem sie ein Leben führen will. Es scheitert und am Ende bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich dem Schicksal einer lieblosen, aber gesicherten Existenz zu ergeben.


